28. Ökumenische Autobahnkapelle Waidhaus
![]() |
Die Autobahnkapelle liegt an der A6 - Paris-Saarbrücken-Nürnberg-Prag (Via Carolina), unmittelbar vor dem Grenzübergang nach Tschechien, an der Ausfahrt (AS 76) Waidhaus. |
![]() |
Die Autobahnkapelle ist aus beiden Fahrtrichtungen der A 6 zu erreichen. Bereits auf der Autobahn weisen Hinweisschilder den Weg. Sie liegt an der Einmündung der Kreisstraße Eslarn-Waidhaus in die B 14, die unmittelbar parallel zur Autobahn verläuft und die Ortsverbindung Richtung Westen (Waidhaus-Lohma-Vohenstrauß) darstellt. Der Kirchturm ist von Westen her kommend schon von Weitem zu sehen. |
![]() |
Für Pkw stehen in der Nähe der Kapelle genügend Parkplätze zur Verfügung (u.a. beim anliegenden Supermarkt). Gegenüber der Kapelle befindet sich eine Tankstelle mit einem Bus- und Lkw-Parkplatz, - inklusive WC. |
![]() |
Fußwanderer und Radfahrer können die Kapelle z.B. über den "Bockl-Radweg" erreichen, - dem mit ca. 55 km, Bayerns längstem Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse, der von Neustadt a. d. Waldnaab, über Vohenstrauß, Pleystein, Waidhaus bis nach Eslarn führt. |
![]() |
Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte können über ebenerdige Zuwege und Eingänge problemlos in die Kapelle gelangen. |
![]() |
Die Autobahnkapelle liegt unmittelbar vor dem deutsch-tschechischen Grenzübergang Waidhaus, dem modernsten, größten und bedeutendsten Übergang nach Osteuropa. Wer sich neben dem Besuch der Kapelle im Ort und der reizvollen Umgebung länger aufhalten möchte, der findet im 'Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald' vielfältige Angebote, die Natur in 500-700 m Höhe zu entdecken und sich selbst erholend, zu erleben. Neben einem umfangreichen Gastronomie- und Pensionsangebot, mit noch moderaten Preisen verfügt Waidhaus über eine moderne Campinganlage mit Wohnwagen- und Zeltplätzen und einem beheizten Freibad, gespeist mit Quellwasser. Historisch interessierte Besucher können das Angebot wahrnehmen, die "alte Salzstraße" zu erkunden. Sie ist die ehemalige Verbindung Nürnberg-Pilsen-Prag und bietet die Möglichkeit, die Spuren des 30-jährigen Krieges zu erwandern und zu "erfahren". In unmittelbarer Nähe der Kapelle verläuft der "Jakobsweg", ein internationaler Pilgerweg von Prag nach Santiago de Compostela, zum Grab des heiligen Jakobus. (Weitere Infos unter www.naturparkland.de oder www.waidhaus.de.) |
![]() |
Das genaue Datum der Grundsteinlegung ist nicht bekannt, sie wird jedoch im Jahr 1326 zum ersten Mal im Pfarreienverzeichnis erwähnt. Zur Zeit der Reformation wurde die Kapelle evangelisch, bis zur Gegenreformation 1626. Im Jahr 1782 ist die Kapelle abgebrannt. Aufgebaut wurde sie mit Teilen ihres Vorgängerbaus im Jahr 1851. Seit einigen Jahren dient sie als Gottesdienstraum den evangelischen Christen im Ort. Sie ist als eine Nebenkirche der katholischen Pfarrkirche gebaut worden und wird bis heute gelegentlich zu Gottesdiensten und regelmäßigen Gebeten genutzt. Vor einigen Jahren musste die Kapelle grundlegend renoviert werden. In diesem Zusammenhang entstand die Idee, die Kapelle - auch aufgrund ihrer Nähe zur (neuen) Autobahn - als ökumenische Autobahnkapelle zu nutzen. Die Kapelle versteht sich als "Brücke" zwischen Ost und West, zwischen Tschechien und Deutschland und damit als Bindeglied für ein zusammenwachsendes Europa. Sie wurde im Juli 2004 offiziell eröffnet. |
![]() |
Die nach Süden orientierte Dreifaltigkeitskapelle ist ein Saalbau mit vier spitzbogigen Fenstern und einem Satteldach. Der eingezogene Chor hat einen dreiseitig geschlossenen Abschluss und ebenfalls Spitzbogenfenster. An der Nordseite ist ein quadratischer Spitzhelmturm mit neugotischen Formen errichtet. Während das gesamte Kirchengebäude in englisch-rot verputzt ist, wurde das Klanggeschoss des Turmes mit Quaderwerk aus Granit verblendet. Den oberen Abschluss bildet ein mit Blech bedeckter Spitzhelm und ein dreiblättriges Kleeblatt als Symbol des dreifaltigen Gottes. Die qualitätsvolle Dreifaltigkeitskapelle von Waidhaus zählt zu den frühesten Kirchenbauten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, als man sich am christlichen Stil der alten Gotik orientierte. |
![]() |
Im Erdgeschoss führt ein spitzbogiges Portal ins Kircheninnere. Die Doppelflügeltür mit durchbrochener Lünette ist in reichen gotisierenden Maßwerkformen verziert. Die Türbeschläge zeigen eine spätklassizistische Formgebung. Der helle Saalraum wird im Norden durch eine hölzerne, auf zwei Stützen lastende Empore unterteilt. Unmittelbar vor dem Pfosten steht ein achteckiges Taufbecken. Anstelle möglicher Seitenaltäre wurden die beiden barocken Figuren an den südlichen Stirnwänden angebracht. Der Altarraum wird mit einem Ölgemälde um 1800 abgeschlossen, das die Marienkrönung durch die Heilige Dreifaltigkeit darstellt. Flankiert wird das Gemälde von Skulpturen des Heiligen Josefs mit dem Jesuskind und des Heiligen Johannes von Nepomuk. Der Hochaltar ist in coelin-blau gehalten und harmoniert glücklich mit der neueren Altarraumausstattung. Im Rahmen der 2001/2002 abgeschlossenen Renovierungen wurden 14 Kreuzwegstationen der rumänischen Künstlerin Doina Mihailescu aus Temeswar angebracht. |
![]() |
In der Autobahnkapelle liegt ein Anliegenbuch bereit. Ein gut bestückter, ökumenisch ausgerichteter Schriftenstand sowie die Möglichkeit, Kerzen anzuzünden sind vorhanden. |
![]() |
Die Kapelle ist ganzjährig täglich von 8.00 - 20.00 Uhr geöffnet. |
![]() |
Pfarrer Georg Hartl Schulstraße 3 92726 Waidhaus Tel.: (0 96 52) 2 22 Fax: (0 96 52) 81 33 29 oder: Ev.-luth. Kirchengemeinde Pfr. Peter Peischl Pfarrgasse 7 92648 Vohenstrauß Tel.: (0 96 51) 22 69 Fax: (0 96 51) 36 08 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! http://www.vohenstrauss-evangelisch.de Beauftragt mit der Arbeit der Autobahnkirche: Gunhild Stempel Ziegelhütte Eslarner Straße 1 92726 Waidhaus Tel.: (0 96 52) 81 30 36 |
Infos












